Inhaltsverzeichnis:

  1. Wann und wieviel Mieterhöhung?
  2. Wer kann mir eine Mieterhöhung schreiben?
  3. Wie weit im Voraus muss ich eine Mieterhöhung ankündigen?
  4. Wann kann Mieter Mieterhöhung ablehnen?
  5. Wie lange hat man Zeit einer Mieterhöhung zuzustimmen?

Wann und wieviel Mieterhöhung?

Zunächst gilt für alle Mieterhöhungen nach § 558 BGB die Kappungsgrenze. Hiernach darf der Vermieter die Miete in drei Jahren maximal um 20 Prozent anheben. In einigen Regionen mit besonders angespanntem Wohnungsmarkt liegt die Grenze sogar bei 15 Prozent.

Wer kann mir eine Mieterhöhung schreiben?

§ 558 a Abs. 1 BGB verlangt für die Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete vom Vermieter die Textform. Das bedeutet, dass eine mündlich getroffene Vereinbarung zwischen Vermieter und Mieter nicht ausreichend sein muss. Darüber hinaus muss ein Vermieter den Zugang der Mieterhöhung beweisen können.

Wie weit im Voraus muss ich eine Mieterhöhung ankündigen?

Vermieter dürfen frühestens ein Jahr nach dem Einzug eine Mieterhöhung schicken und müssen dann eine Überlegensfrist bis zum Ablauf des übernächsten Monats einräumen. Tatsächlich kann die Miete also erst nach 15 Monaten steigen (§ 558 Abs. 1 Satz 1 BGB).

Wann kann Mieter Mieterhöhung ablehnen?

Der Mieter hat bis zum Ablauf des zweiten Monats nach Zugang des Erhöhungsverlangens Zeit, nicht, teilweise oder ganz zuzustimmen. Der Vermieter hat anschließend drei Monate Zeit, den Mieter auf Erteilung der Zustimmung verklagen. Wird diese Frist versäumt, so muss das Mieterhöhungsverfahren von vorne begonnen werden.

Wie lange hat man Zeit einer Mieterhöhung zuzustimmen?

Nach Erhalt der Ankündigung hast du zwei volle Monate Zeit der Mieterhöhung zuzustimmen oder zu widersprechen. Ein Anwalt für Mietrecht kann prüfen, ob das Mieterhöhungsverlangen des Vermieters gerechtfertigt ist. Wenn du zustimmst, musst du die höhere Miete nach Ablauf der Frist bezahlen.